Ukraine-Krieg: Russland greift mit ballistischen Raketen an – Tote und Verletzte in Kyjiw
Putins Krieg gegen die Ukraine
Raketenfragmente treffen eine Entbindungsklinik, in einem Wohnhaus werden Menschen unter den Trümmern vermutet. Selenskyj fordert mehr Abfangraketen, und ausgerechnet die Slowakei kritisiert Moskau scharf.
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Drohnenangriff in Kyjiw (Aufnahme vom 23. September):
Foto: Friedemann Kohler / dpa
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kyjiw in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach ukrainischen Angaben kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden Rettungskräfte in mehrere Stadtteile gerufen. Raketentrümmer beschädigten demnach Fenster und die Fassade einer Entbindungsklinik. Auf dem Parkplatz der Einrichtung wurde ein Mensch getötet. Zudem wurde ein Wohnhaus beschädigt, möglicherweise befinden sich dort Menschen unter den Trümmern. Örtliche Medien berichteten von mehreren Bränden.
AFP-Reporter hörten am Donnerstagmorgen rund zehn heftige Explosionen. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor ballistischen Raketen gewarnt, die auf Kyjiw, die umliegende Region und das Gebiet Tschernihiw zuflogen. Militärnahe Telegram-Kanäle berichteten von mindestens 14 Raketen in den ersten drei Angriffswellen.
Slowakei vor Kehrtwende in der Ukrainefrage?
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten erneut vorwiegend Kyjiw sowie zivile Infrastruktur und Wohnhäuser getroffen. Er forderte härtere Sanktionen gegen Russland und weitere Abfangraketen für die Ukraine. Bereits am Vortag waren bei russischen Angriffen in der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet worden. In Kyjiw starben nach Klitschkos Angaben zwei Menschen, 45 wurden verletzt.