Ukraine-Krieg: Viele Tote nach russischem Angriff auf Großraum Kyjiw

Zunehmende Engpässe bei der Luftabwehr

Die Ukraine kann die heftigen russischen Luftangriffe auf Kyjiw offenbar immer schwerer abwehren. Im Gegenzug melden die ukrainischen Streitkräfte einen Drohnenangriff auf die größte russische Raffinerie in Sibirien.

Zerstörungen an einem Wohnhaus in Kyjiw

Foto: Sergey Dolzhenko / EPA

Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!

Die ukrainische Flugabwehr kommt angesichts der immer heftigeren russischen Angriffe etwa auf die Hauptstadtregion Kyjiw offenbar zunehmend an ihre Grenzen. Stunden nach dem jüngsten schweren Angriff in der Nacht auf die Region Kyjiw gehen die Behörden inzwischen von mindestens 18 Toten aus.

In der Hauptstadt selbst gab es demnach mindestens zwölf Tote. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach zudem von mehr als 50 Verletzten. Angesichts der schweren Zerstörungen an Wohngebäuden und der laufenden Bergungsarbeiten könnte die Zahl der Opfer womöglich noch weiter steigen.

Hinzu kommen sechs weitere Todesopfer in der Region Kyjiw. Die russischen Angriffe auf die Hauptstadtregion werden damit zunehmend tödlicher. Bereits am vergangenen Donnerstag waren bei einem groß angelegten russischen Luftangriff 31 Menschen in Kyjiw getötet worden. Russland bezeichnete die Attacke als Vergeltungsmaßnahme für ukrainische Angriffe etwa auf Raffinerien und Ölinfrastruktur in Russland, die dort zu Versorgungsengpässen mit Kraftstoff geführt hatten.

Aus den offenkundigen Lücken in der eigenen Flugabwehr macht auch die ukrainische Luftwaffe kein Geheimnis. Russland habe mit 351 Drohnen und 68 weiteren Flugkörpern angegriffen, hieß es. Von den 29 russischen ballistischen Raketen sei keine einzige abgefangen worden.

Selenskyj fordert Patriot-Nachschub

»Um Raketen abzufangen, brauchen wir die entsprechenden Mittel«, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im nationalen Fernsehen. »Die Russen machen sich zweifellos die Tatsache zunutze, dass es derzeit in der Ukraine und weltweit einen gravierenden Mangel an Abfangraketen gibt«, so der Sprecher.

Share

Рекомендуємо почитати:

Schreibe einen Kommentar